Sozialstation hat ihre erste Geschäftsführerin

von Petra Pabst



Die Ökumenische Sozialstation St. Ingbert-Blies- und Mandelbachtal besteht im kommenden Jahr seit 40 Jahren. Seit 1982 gab es ausschließlich ehrenamtliche Vorstände und seit 2012 Geschäftsführer. Diese Position wurde seit 1982 außerdem nur mit männlichen Vertretern besetzt. Bis es jetzt – nach vier Jahrzehnten – zu einem Paradigmenwechsel kam. Seit dem 1. März 2021 steht nun Frau Silke Eder als erste Geschäftsführerin hauptamtlich an der Spitze dieses mittelständischen, kirchlichen Unternehmens.

„Dies war eine ganz bewusste Entscheidung. Eine Sozialstation in dieser Größe mit über 70 Beschäftigten kann einfach nicht mehr ehrenamtlich geführt werden“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins der Sozialstation, Erwin Lück. Der im Vereinsregister eingetragene Verein ist gewissermaßen die „Mutter“ der Sozialstation, die in St. Ingbert sowie im Blies- und Mandelbachtal den Pflegealltag in allen Bereichen abdeckt. Die Diözese Speyer (Caritas) und die Protestantische Landeskirche Speyer (Diakonie) sind als tragende Oberbehörden übergeordnet. Mitglieder der Ökumenischen Sozialstation sind insgesamt sechs katholische Großpfarreien, zwölf protestantische Kirchengemeinden und 16 Krankenpflegevereine aus dem gesamten Einzugsbereich.

Vor etwa einem Jahrzehnt betreute die Sozialstation mit etwa 50 Beschäftigten noch rund 250 Patienten und Patientinnen im Einzugsgebiet, zwischenzeitlich ist die Zahl auf rund 420 deutlich angewachsen. „Der Tätigkeitsbereich ist in den zurückliegenden Jahren deutlich mehr in die Tiefe und in die Breite gegangen, auch die allgemeine Aufmerksamkeit auf unsere Dienstleistungen wurde größer. Seit 2017 bieten wir zusätzlich eine qualifizierte Tagespflege an. Da war es nur folgerichtig, die Leitung nun in hauptamtliche Hände zu geben“ so Lück. „Der bisherige noch ehrenamtliche Geschäftsführer Anton Hans hatte 2020 nach neun Jahren seine Position aus gesundheitlichen Gründen altersbedingt zur Verfügung gestellt. Ihm haben wir es nachhaltig zu verdanken, dass aus dem früheren e.V. eine gGmbH geworden ist.“ Dass mit der Entscheidung für die 54-jährige Silke Eder nun auch erstmals eine Frau die Sozialstation leitet, begrüßt Lück mit Blick auf die Zukunft außerordentlich.

„Frau Eder ist seit 2010 bei der Sozialstation beschäftigt und war bislang für die Buchhaltung und das Controlling zuständig. Diese Bereiche wird sie auch weiter verantworten. Sie ist in dieses Amt gewissermaßen seit zehn Jahren hineingewachsen, kennt Land und Leute und ist bei den Beschäftigten einerseits und bei den Patienten andererseits eine geschätzte Ansprechpartnerin. Die Vertrauensbasis ist vorhanden, die Entscheidung für Frau Eder war einfach goldrichtig.“ Der Diplom-Betriebswirtin obliegt außerdem die Kontaktpflege außerhalb der Sozialstation zu Verbänden und Kirchen und die Regelung der Personalabläufe.

Für das reibungslose Erbringen umfassender Angebote in den Bereichen häusliche Pflege und Krankenpflege sowie ergänzende Dienste wie Betreuung oder hauswirtschaftliche Leistungen sorgen rund 70 Beschäftigte mit teilweise sehr langer Betriebszugehörigkeit. „Es ist ein großartiges Miteinander. Der karitative Gedanke, das Mit- und Füreinander steht bei uns im Vordergrund. Die gelebte Nächstenliebe und die Pflege mit Hand, Herz und Verstand sind das, was unsere Patientinnen und Patienten spüren und schätzen“, sagt Erwin Lück. „Wir sehen den demografischen Wandel als Herausforderung und Chance zugleich und mit unserem Wandel mit Frau Eder an der Spitze blicke ich zuversichtlich in die Zukunft unserer Sozialstation.“

 

 

https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saar-pfalz-kreis/sanktingbert/silke-eder-ist-neue-geschaeftsfuehrerin-der-oekumenischen-sozialstation_aid-57206989

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Kreissparkasse Saarpfalz übergibt Spendenfahrzeug des Sparvereins Saarland e.V.

 

Große Freude herrschte in der Woche vor Weihnachten bei der Ökumenischen Sozialstation St. Ingbert - Blies- und Mandelbachtal: Sabine Leibrock vom Vertriebsmanagement der Kreissparkasse Saarpfalz übergab am Sitz der Sozialstation in St. Ingbert einen neuen Peugeot 208, der aus den Reinerträgen des GewinnSparens beim Sparverein Saarland e.V. finanziert wird.

Geschäftsführer Anton Hans bedankte sich für das Fahrzeug. Er sieht die Spende als Ausdruck der Wertschätzung für den Ambulanten Pflegedienst, der nunmehr mit einem Fuhrpark von 23 Fahrzeugen umfassende Leistungen im gemeinnützigen, karitativen Bereich erbringen kann.

Erwin Lück, Stv. Vorsitzender im Förderverein, ergänzte, dass das neue Fahrzeug ab sofort in den Kommunen Blieskastel, Gersheim; Mandelbachtal und St. Ingbert eingesetzt wird. Mit dem gesamten Versorgungsgebiet der Sozialstation (mehr als 10 % der Gesamtfläche des Saarlandes) werde auch ein großer Teil des Geschäftsbereiches der Kreissparkasse Saarpfalz abgedeckt.

Die Spende von Sparverein Saarland e.V. und Kreissparkasse Saarpfalz steht in Zukunft -so Yvonne Kliem, Pflegedienstleitung, und Silke Eder, Buchhaltung und Controlling- ausschließlich einer bewährten Fachkraft zur Verfügung, die hauptsächlich für Beratungseinsätze zuständig ist.

 

 

(Zum Bild - Von links: Anton Hans, Silke Eder, Erwin Lück, Yvonne Kliem und Sabine Leibrock

                  Rechte: Kreissparkasse Saarpfalz)